Aufgaben & Ziele der TTV
  • EINFLUSS SICHERN
    Auf allen politischen Ebenen
  • FREIRAUM SCHAFFEN
    durch weniger Bürokratie
  • ZUKUNFT GEBEN
    durch neue Lösungsansätze
  • GEHÖR VERSCHAFFEN
    Bedeutung des Tourismus zeigen
TTV Statement
Heinrich KlierKR Dr. Heinrich Klier
Vorstand der Wintersport Tirol AG
„1991 habe ich mich mit ein paar Mitstreitern zusammengetan und die Tiroler Tourismusvereinigung gegründet. Wir wollen diesem für Tirol so wichtigen Wirtschaftszweig den ihm zukommenden Stellenwert in der Öffentlichkeit wieder erstreiten.“
 

Position der TTV zu aktuellen Themen

Josef Falkner, Hotelier und Präsident der Tiroler Tourismusvereinigung, legt die Haltung zu aktuellen gesellschaftlichen Themen dar.
Innsbruck, September 2015

 

Flüchtlingswelle

Die Problematik der Unterbringung von Asylsuchenden beherrscht politische und gesellschaftliche Diskussionen auf allen Ebenen und wird auch im Tourismus besprochen. Selbstverständlich hat der Österreichische Staat die Europäischen Empfehlungen zu erfüllen und in gleichem Maße obliegt es einem Sozialwesen der westlichen Welt, gemäß der Menschenrechtskonvention Hilfesuchenden auch Hilfe angedeihen zu lassen. Dass das Flüchtlingsthema sich dermaßen zuspitzt, ist jedoch dem verzögerten und nicht durchdachten Handeln der zuständigen Regierung anzurechnen.

In touristischen Betrieben nach einem Dach für Flüchtlinge zu suchen und einer schnellen Lösung für Menschen, die im Freien nächtigen müssen, ist jedoch ein Zeichen von Hilflosigkeit. Touristische Unternehmer haben marktbedingt ihre Betten in kurzen Zwischensaisonszeiten leer stehen. Für diese oft nur vier bis sechs Wochen sind jedoch Suiten, Appartements und Zimmer als Bleibe für Asylsuchende nicht geeignet. Nach kürzester Zeit stünden die zugewiesenen Flüchtlingsfamilien wieder auf der Straße, denn der Unternehmer muss bereits gültige Buchungsverträge einhalten und seine Existenz durch Vermietung sichern. In kurzer Aufenthaltsdauer wären weder Betreuung durch Fachkräfte noch soziale Integration möglich. Josef Falkner, Präsident der Tiroler Tourismusvereinigung betont: „Sehr wohl haben wir Übung und gute Erfahrungen im Umgang mit Menschen aus vielen Nationen! Denn in manchem Hotel sind Mitarbeiter aus mehr als zehn Ländern beschäftigt. Wir nehmen sehr gerne Asylsuchende in unsere Teams auf, sofern ihr Aufenthalt legal ist und die Qualifikation für den Betrieb passt.“

 

Höchste Arbeitslosigkeit sogar in der Hochsaison

Im Dezember 2014, am höchsten Stand der ausgezeichnet verlaufenen Wintersaison, vermerkte das AMS Österreich rund 394.000 arbeitslose Personen. Die „Registerarbeitslosigkeit“ erreichte damit den Höchstwert von 10,2 %. Als Vertreter des Tourismus in Tirol plädiert TTV-Präsident Josef Falkner für eine genaue Prüfung der Zumutbarkeit. Nach Österreichischen Richtlinien ist einem Arbeitslosen die Beschäftigung nur dann zuzuweisen, wenn sie seinen körperlichen Fähigkeiten entspricht, Gesundheit und Sittlichkeit nicht gefährdet sind sowie Kinderbetreuung ermöglicht. „Wird die Zuweisung zu offenen Posten streng gehandhabt? Bleiben Tourismusstellen prinzipiell unbesetzt“, stellt Josef Falkner in den Raum.

 

Tourismus bezieht Stellung in Wien

Das Informations- und Handlungsdesaster im Vorfeld der Steuerrefom hat Auswirkungen: Wirtschaftskammervertreter Siegfried Egger plant eine ständige Vertretung in Wien. Josef Falkner, Präsident der TTV, unterstützt diese Marschroute: „Wir brauchen dringend den Fuß in der Tür, ich vermute in Sachen Mehrwertsteuer und Lohnnebenkosten kommen weitere schwere Lasten auf unsere Branche zu.“ An einer schonungslosen Offenlegung der politischen Versäumnisse wird der TTV weiterhin festhalten und hofft auf die baldige Einrichtung des Tiroler Tourismusbüros in der Bundeshauptstadt.