Aufgaben & Ziele der TTV
  • EINFLUSS SICHERN
    Auf allen politischen Ebenen
  • FREIRAUM SCHAFFEN
    durch weniger Bürokratie
  • ZUKUNFT GEBEN
    durch neue Lösungsansätze
  • GEHÖR VERSCHAFFEN
    Bedeutung des Tourismus zeigen
TTV Statement
Heinrich KlierKR Dr. Heinrich Klier
Vorstand der Wintersport Tirol AG
„1991 habe ich mich mit ein paar Mitstreitern zusammengetan und die Tiroler Tourismusvereinigung gegründet. Wir wollen diesem für Tirol so wichtigen Wirtschaftszweig den ihm zukommenden Stellenwert in der Öffentlichkeit wieder erstreiten.“
 

Die Steuerreform als Todesstoß für den Tourismus

Es gibt wohl keine Branche in Österreich, die mit so vielen Regeln, Vorschriften, Bürokratie und sinnlosen Gesetzen konfrontiert werden. Gerade im Bundesland Tirol trägt der Tourismus zum Wohlstand sowie zur Schaffung von Arbeitsplätzen erheblich bei!

Die nun bekannte Steuerreform ist geradezu ein Affront und ein komplettes Versagen unserer Vertreter der Branche. Alleine die Erhöhung der MWSt. für Logis von 10% auf 13% stellt einen massiven Wettbewerbsnachteil für unsere Hotellerie und für Vermieter gegenüber unseren Nachbarländern dar. Wo doch unsere Nachbarn Deutschland, die Schweiz, Italien, Frankreich und die Beneluxländer in den letzten Jahren die MWSt. auf Logis deutlich gesenkt haben, um am immer schwierigeren Tourismusmarkt zu bestehen! Die Verlängerung der Abschreibungszeiten sind schlechthin nicht verständlich, wo doch alle notwendigen Investitionsintervalle immer kürzer werden.

 

Ruhezeiten des Arbeitszeitgesetzes treiben Kostenschraube an

Die vorgegebenen nächtlichen Ruhezeiten widersprechen den Serviceanforderungen der Branche, zumal z.B. Ruhephasen nachmittags von vier Stunden nicht anerkannt werden. Eine Doppelbesetzung dieser Stellen ist unfinanzierbar.

 

Trotz Nächtigungsrekord höchste Arbeitslosigkeit

Es gibt laut den immer wieder veröffentlichten Statistiken im Tourismusland Tirol immer wieder neue Rekorde bei den Ankünften und auch bei den Nächtigungen. Aber parallel dazu haben wir gerade im Tourismus einen Höchststand an Arbeitslosen gemeldet, da stimmt doch etwas nicht! Aber auch dazu gibt es eine Antwort: Unternehmen können sich diese Mitarbeiter aufgrund der derzeitigen Besteuerung von Arbeit nicht mehr leisten.

 

Wem hilft die Steuerreform überhaupt?

Jener Bonus, den Einkommensbezieher am Ende der Steuerreform - erst 2017 - heraus bekommen, steht in keinem Verhältnis zu den neuerlichen Belastungen in der Tourismusbranche. Denn letztlich wird es durch diese Belastungen unmöglich, Arbeit in unserem Lande zu fördern oder überhaupt aufrecht zu erhalten. Nur eine gesunde Wirtschaftsstruktur ist der Garant, zukünftig Arbeitsplätze in unserem Lande zu erhalten. Sozialpartner in ihrer Rekordgier und der Zugriff auf vermeintlich straffällige Betriebe sind uns darin keine Hilfe.

 

Für mich ist klar geworden, dass die Österreichische Bundesregierung, allen voran Kanzler Faymann, Vizekanzler Mitterlehner sowie unser Finanzminister Schelling nicht in der Lage sind oder es auch nicht wollen, dass Österreich einer wirtschaftlich tragbaren Zukunft entgegen steuert. Solange dieser aufgeblasene Apparat der Österreichischen Bundesregierung nicht bei sich selbst Einsparungsmaßnahmen angeht, werden wir uns nicht erholen können! Dieses Vorgehen ist Schlag ins Gesicht vieler Unternehmer im Lande. Unsere Politiker sollten sich überlegen, wer im Staat Österreich derart "strafbare" Handlungen ohne Konsequenzen tätigen darf. Wohl nur Politiker können sich dies erlauben.

 

Hier sehe ich die größte Gefahr in der Betriebsnachfolge. Unter diesen Voraussetzungen ist es geradezu ein Wunder, wenn sich noch junge Leute als Unternehmer in die Tourismusbranche wagen. Auch die Schenkungssteuer sowie die generelle Besteuerung von Grund und Boden sind nicht mehr finanzierbar.

 

Josef Falkner

Präsident der Tiroler Tourismusvereinigung